Tränenbrunnen: we didn’t save the children

„Tränenbrunnen“, Installation, 2025, Durchmesser ca. 90 cm, Höhe ca. 3m.
Material: schwarze Lampenschirme, Nylonfäden, Glastränen, Glitzer, Schleifen, Süßigkeiten, Spielzeug, schwarzer Samt, vertontes Video 6:42.

Momentan ist die Installation in einem eigens aus schwarzem Stoff gebauten Raum in meinem Salon zu sehen.

Die Installation ist ein Mahnmal für die zig Tausend Kinder, die in den letzten Jahren auf der Flucht und in Kriegs- und Krisengebieten sterben mussten. 
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Von einem 6-armigen Leuchter mit schwarzen Lampenschirmen hängen viele Nylonfäden herab, auf die Glastränen aufgefädelt sind, außerdem Symbole für unbeschwerte Kindheit wie Süßigkeiten, Luftballons, Schleifen, Glitzer, Spielzeug… 

Die Fäden reichen herab auf den Boden, auf dem im Durchmesser des Leuchters ein Tuch aus schwarzem Samt liegt, in dessen Mitte sich ein Loch befindet, so dass man das Video sehen kann: eine sprudelnde Wasserquelle. 

Auf dem Samttuch liegen ebenfalls Glastränen, als seien sie von den Fäden herabgefallen oder aus der Quelle herausgeschleudert.

Aus dem Brunnen heraus ertönen zunächst die fröhlichen Stimmen von spielenden, singenden Kindern. Dann mischen sich von der Ferne Geräusche von Krieg darunter, wie ein Gewitter-Grollen. Die Kriegsgeräusche kommen immer näher, werden im lauter, die Kinderstimmen verändern sich in Geschrei, dann hört man eine Sirene, die Kinderstimmen fliehen, es herrscht lauter Krieg, Schüsse, Schreie, Fliegerangriff, Bombenexplosionen - dann Stille, man hört für lange Zeit nur noch den Brunnen plätschern.