Was wird aus Bildern aus der Kunstgeschichte, wenn ich mich in Ich-Perspektive hinein denke?
In der Fotografie hatte ich begonnen mit der Frage, wie viel ich von mir selber sehe ohne Spiegel. Denn wir sehen so niemals unseren Rücken oder unsere Ohren etc. Andererseits sehen wir immer Teile von uns, sobald wir nur die Augen öffnen.
Ich kam mit dieser Frage an die Grenzen der Fotografie und beschäftigte mich intensiv mit der visuellen Wahrnehmung in Ich-Perspektive, die ich nur malen konnte.
Aus diesen Überlegungen heraus entstand die Serie „Eigen-Art“, in der ich die perspektivische Ästhetik in der Kunstgeschichte quasi umdrehte.
Albrecht Dürer
Selbstportrait aus dem Jahre 1500
Öl auf Lindenholz
67 cm x 49 cm
"Judith mit dem Haupt des Holofernes"
Cranach d. Ä.
um 1530
Mischtechnik auf Lindenholz
85 cm x 59 cm
"Judith mit dem Haupt des Holofernes"
Nach dem gleichnamigen Bild von Cranach d. Ä.
Eitempera, Öl auf Leinwand
1,70 m x 2 m
Das Bild ist in Lebensgröße in der Ich-Perspektive der Judith angelegt, mit einäugigen Blick durch das rechte Auge.
Ich bin beim Malen direkt vor der Leinwand gestanden und so sollte man es auch betrachten. Das Format entspricht meiner Körpergröße.
Caspar David Friedrich
"Wanderer über dem Nebelmeer"
Mischtechnik auf Leinwand
94, 8 cm x 74, 8 cm
1818
"AHA OE FEII (Wie! Du bist eifersüchtig?)"
Paul Gaugin
1892
Öl auf Leinwand
66 cm x 89 cm
Francis Bacon
"Sphinx - Portrait von Muriel Belcher"
1979
Öl auf Leinwand
198,1, cm x 147,3 cm
"We Rose Up Slowly"
Roy Lichtenstein
1964
Öl und Mgna auf industriell grundierter Leinwand
zweiteilig gerahmt
173,5 cm x 234,5 cm